Richtfest
Am 22. November konnten wir endlich das Dach auf unseren Anbau setzen und damit den äußeren Bauabschnitt für dieses Jahr abschließen. Grund genug zu feiern! Nicht nur alle Bewohner des Hauses waren dabei, auch Bauarbeiter, Bauleiter, Architekt, Mitglieder unseres Vereins, Eltern und Angehörige, Nachbarn, Vertreter anderer sozialen Organisationen, sowie Freunde und Bekannte. Angepasst, an die vorweihnachtliche Zeit, haben die Bewohner ein Richtbaum hübsch geschmückt, der dann auf dem Giebel des Neubaus befestigt wurde. Mit dem netten Richtspruch vom Zimmernann, wurde das Richtfest dann eingeleitet.
Es war ein gelungenes Richtfest und alle hatten sehr viel Freude an diesem Tag. Über 65 Teilnehmer hatten sich eingefunden und so wurde es zu einem besonderen Tag für das Haus der Lebenshilfe.
Bilder vom Richtfest
Datum |
Beschreibung |
22.11.2010 |
Hier finden Sie ein paar ausgesuchte Bilder zu diesem Ereignis. |
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Zeitungsartikel: Westfälische Rundschau am 23. November 2010
unter der dick geschiebenen Überschrift "Noch ein Kraftakt in Eschenbach" veröffentlichte die WR "Rundschau für das Siegerland" einen netten Artikel über unser Richtfest.
In diesem Artikes schrieb die Westfälische Rundschau den folgender Text:
Lebenshilfe ermöglicht Training zum Absprung in die Selbstständigkeit- Gruppe der Rentner wird wachsen
Noch ein Kraftakt in Eschenbach
Netphe-Eschenbach. Rolf Bonzel gibt zu, dass die Massivität dieses zweiten Anbaus an die Lebenshilfe-Wohnstätte schon überrascht habe. "Aber das Haus ist ja in die schöne Natur eingebettet", tröstet sich der Elternbeirat. Vor allem aber: Endlich bekommt jeder der 24 Bewohner ein Zimmer für sich allein. "Für euch soll und wird alles besser werden."
1990 kaufte der Lebenshilfe-Kreisverband das Haus am Ende der Alte-Burg-Straße; ein bekannter Siegerländer Arzt hatte dort vorher gewohnt. Und so lange sind dort jetzt auch schon die ältesten Bewohner der Wohnstätte für Menschen mit geistiger Behinderung zu Hause - manche von ihnen von Anfang an in Doppelzimmern. 1996 wurde zum ersten Mal angebaut und die Zahl der Plätze verdoppelt. Seitdem gibt es zwölf Einzel- und sechs Doppelzimmer.
Richtkranz ist ein Weihnachtsbaum
Der Richtkranz aber, der ein Weihnachtsbaum ist und am Montag hochgezogen wurde, steht nicht für eine eitere Vergrößerung. Sondern vor allem für mehr Platz für die 24 Bewohner, die zwischen 25 und 61 Jahren alt sind und von denen die ersten allmählich auf die Rente zugehen. Ein Bereich für die "Tagesstruktur" entsteht neu im Haus. Dort werden Wohnstättenleiter Volker Reichmann und sein insgesamt 25 Köpfe großes Team für diejenigen da sein, die nicht mehr in der Werkstatt für Behinderte arbeiten: Fünf Plätze im Tagesbereich stehen für Hausbewohner, fünf für "Externe" zur Verfügung, die bei Angehörigen oder selbstständig im Ambulant Betreuten Wohnen leben.
Wie schon im Deuzer Kliffmüller-Haus wird es nun auch in Eschenbach zwei Trainingswohnungen geben, in denen Hausbewohner sich auf den Absprung in die Selbstständigkeit vorbereiten. Drei Bewohner haben das bisher schon geschafft. "Wir sind ja aufgefordert, die ambulante Betreuung zu fördern", sagt Inge Dohmwirth, die Kreisvorsitzende der Lebenshilfe. Sie weiß, dass dieser Neubau wohl auf lange Zeit der letzte im Kreisgebiet sein wird, den Landes- und Kreisverband feiern können. Wohnstättenleiter Reichmann hofft, dass auch in Eschenbach möglichst lange die „gemischte Struktur", das Miteinander der Generationen, gehalten werden kann "solange wir das finanziert bekommen". Denn für Häuser, die nicht mehr der Integration, sondern vor allem der Pflege alter Menschen dienen, würde sich der Landschaftsverband nicht mehr zuständig fühlen.
Einzug nach den Sommerferien
1,3 Millionen Euro muss die Lebenshilfe in Eschenbach finanzieren, davon 400.000 Euro aus eigenen Mitteln. Eine erste Spende nahm Inge Dohmwirth gleich beim Richtfest von Apotheker Jochen Sachse—Scholz entgegen - "die können wir gut gebrauchen": für Möbel und Pflegebetten, die weder der Landschaftsverband noch die Stiftung Wohlfahrtspflege bezahlen.
Im Juli wurde mit dem Bau begonnen, im Juni soll er fertig sein. Wenn die Bewohner aus der Sommerfreizeit zurückkommen, werden sie sich auf ihre drei kleineren Wohngruppen neu aufteilen; nicht mehr zu zwölft, sondern nur noch zu acht werden sie zusammenwohnen. Das Schönste: Ihr Umzug wird gemacht, während sie ihre Ferien genießen. Davon träumert andere. sw
Zum Foto:
Gebannt schauten die Bewohner und ihre Gäste in die Höhe, als Zimmerer Dirk Burghaus den Richtspruch sprach. Foto: Steffen Schwab